Ausstellungseröffnung 22. Februar 2026, Cubus-Kunsthalle, Duisburg

Die Kunst der Sticker

Von Anna Loog bis Zaunkönig, von Made in Marxloh bis Mitteboys: Der nicht kommerzielle Blog Bildstockart sammelt Sticker in Duisburg und stellt euch die spannenden Geschichten hinter den kleinen Objekten vor.

Eure Lieblingsaufkleber sind noch nicht dabei?

Schreibt uns eine Nachricht und Duisman geht für euch auf Spurensuche. 

Sticker der Woche: Weißes Gold

Speisesalz galt im Mittelalter aufgrund seiner Seltenheit als „Weißes Gold“. Die Orte, an denen es gewonnen werden konnte, gehörten zu den reichsten Gebieten der Welt. Als lebenswichtiger Mineralstoff und weltweit benötigtes Nahrungsmittel ist es bis heute ein begehrtes Handelsgut. Europäer des 21. Jahrhunderts haben dagegen mit einem zu hohen Salzkonsum zu kämpfen, der insbesondere die Nieren belastet.

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Stickeralben im Stadtmuseum

Am 19. Juli 2025 berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ von einem Brief der Bürgermeisterin von Spremberg an die Bevölkerung der brandenburgischen Stadt. Darin formuliert sie ihre Sorgen vor einem wachsenden Einfluss von Neonazis in der Region. Der Aufruf: „Heute kleben [die Neonazis] Sticker, was machen sie morgen?“, schaffte es aus dem Brief bis in den Vorspann des Artikels.

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Leinwände. Heute: Straßenlaternen

Obwohl Sticker eigentlich fast überall befestigt werden können, gibt es unter Duisburgs Stickernden klare Prioritäten. Diese begründen sich zuallererst in der Beschaffenheit des Materials. Dieses sollte glatt sein. Metallene Objekte eignen sich am besten, Kunststoff wird ebenfalls gerne genutzt. Damit aber rücken einzelne Orte im Stadtraum in den Mittelpunkt, die vom italienischen Historiker Vittorio Magnago Lampugnani als „bedeutsame Belanglosigkeiten“ bezeichnet werden.

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Sticker der Woche: Feuermelder

In öffentlichen Gebäuden stößt man immer wieder auf sie: Kleine, rote Kästen, die mit der Aufschrift „Feuerwehr“ versehen sind. Meist ist der Knopf, der im Brandfall gedrückt werden muss, hinter einer Scheibe verborgen. Um Missbrauch vorzubeugen, ist im Brandfall das Glas einzuschlagen, womit fast automatisch auch der Knopf betätigt wird. In Duisburg und im Ruhrgebiet finden sich solche Melder aber auch als kleine, klebende Kunstwerke im öffentlichen Raum. 

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Hoch hinaus

Obwohl Duisburg durch seine Lage am Nieder-Rhein schon beim Durchwandern nur selten mit Bergen in Verbindung gebracht wird, besitzt die Stadt mit dem Alpinum im Botanischen Garten Duissern ein kleines Stück Hochgebirge: Hier wachsen Blumen, Stauden und Sträucher, die sonst nur in den Alpen anzutreffen sind. Das Edelweiß, die wahrscheinlich bekannteste Gebirgsblume, ist dagegen nur auf Stickern im Stadtraum zu finden. 

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Erstmal einen kleben

Die Duisburger Königsstraße ist voller Sticker. Weil die kleinen Kleber an den speziell gestrichenen Säulen der Arkaden kaum haften, wurden stattdessen die metallenen Straßenlaternen mit ihnen bestückt. Im vorderen Teil der Straße fallen ziemlich kleine, knallrote Sticker ins Auge, die, scheinbar nicht kuratiert, in hoher Dichte an einer einzelnen Laterne hängen. Auf den zweiten Blick wird klar, dass sie sich vor einem us-amerikanischen Einzelhändler ballen, der Waren im unteren und mittleren Preissegment anbietet.

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Sticker der Woche: DU und ich

Die Street-Artists Duisburgs finden die Inspirationen für ihre Motive oft in der Stadt selbst. So werden markante Gebäude wie der Stadtwerketurm in Stickerform übertragen. Der Sticker im heutigen Blogeintrag wurde dagegen direkt von einem anderen Aufkleber inspiriert: Ein alter Motivationsspruch der Wirtschaftsbetriebe Duisburg, um die Bereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen, den Müll in die bereitgestellten Eimer zu werfen, wurde zum Vorbild auserorken.

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Fußballer in Zebrafarben

Auf diesem Blog wurden bereits mehrfach Sticker betrachtet, die sich mit dem MSV Duisburg beschäftigen. Dabei spielt für die Identifikation vor allem die Darstellung von Zebras oder die Erwähnung von einschlägigen Fangruppen eine zentrale Rolle. Am Richard-Hindorf-Platz in Ruhrort zeigt sich, dass bereits die Farben Weiß-Blau ausreichen, um einen Aufkleber als Hommage an die Zebras erkennbar zu machen.

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Good old everlasting Sternbuschweg

Neudorf-Süd ist ein Stadtteil im Duisburger Stadtbezirk Innenstadt, in dem sich kaum größere Stickersymposien befinden. Hier und da wurden natürlich mehrere Aufkleber an Straßenlaternen, Stromkästen und auf den metallenen Mülltonnenfächern an älteren Häusern angebracht, größere Zusammenkünfte von Stickernden fehlen allerdings. Um dennoch einen Überblick über die Stickervielfalt im Stadtteil zu erhalten, lohnt es sich eine der Hauptstraßen des Neudorfer Südens entlang zu gehen: Dem Sternbuschweg.

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Sticker der Woche: Bienen und Hummeln!

Angesichts des Winters (der sich auch als solcher zeigt) ist es manchmal gar nicht so einfach, sich überhaupt vorzustellen, dass es nur noch etwas mehr als zwei Monate sind, bis – zumindest astronomisch – der Frühling beginnt. Der Tristesse kann aber im Kleinen schon jetzt entflohen werden. Man werfe hierzu nur einen Blick auf die Stickervielfalt auf den Laternen und Stromkästen Duisburgs.

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Du bist, was du isst?

Der in Mailand tätige Maler Giuseppe Arcimboldo wurde von seinen Zeitgenossen im 16. Jahrhundert vor allem für seine „teste composte“ (ital.: zusammengesetzten Köpfen) gefeiert. Er kombinierte verschiedene Objekte wie Blumen, Früchte oder Tiere zu einem größeren Ganzen. Die Arrangements ergaben Porträtköpfe von berühmten Persönlichkeiten der Zeit oder wurden zu Sinnbildern wie den Jahreszeiten zusammengestellt.

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Pilze suchen

Erstmals fielen die kleinen eukaryotischen Lebewesen dem Duisburger Blogger Heinrich Hafenstädter im Februar 2017 auf. Überall im Stadtteil Hochfeld wucherten damals gesprayte Pilze. Am 19. Februar sichtete Hafenstädter dann bei einer Fototour endlich auch ein gestickertes Exemplar, das auf einem zurechtgeschnittenen Versand-Aufkleber angebracht worden war.

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Aktuelles

 

  • 22. Februar 2026, Ausstellungseröffnung „DU sticker(s)t“ in der Cubus-Kunsthalle Duisburg
  • 21. März 2026, „Von der Land-Art zur Street-Art - Kunstwerke entlang des Innenhafens“ im Rahmen von Mercators Nachbarn und den Duisburger Akzenten 2026, Beginn: 14 Uhr auf dem Johannes-Corputius-Platz

  • 24. Oktober 2026, „Dellephanten und Platzhirsche - Street-Art im Dellviertel“ im Rahmen von Mercators Nachbarn, Beginn: 14 Uhr auf dem Dellplatz